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Wiesenchampignons

Die Trockenheit der vergangenen Monate sowie lokale starke Niederschläge haben an vielen ungewöhnlichen Orten Wiesenchampignons spriessen lassen. Manche Wiesen waren in den letzten Tagen übersät mit weissen Hüten des guten Speisepilzes. Aber Vorsicht. Man kann ihn mit giftigen Pilzen verwechseln.

Feldgrillen im Appenzellerland

Ausdem Appenzellerland gibts für einmal eine positive Meldung zur Biodiversität: Seitdem 2014 in der Gemeinde Trogen erstmals Grillen gehört wurden, haben sich dieTiere rasant ausgebreitet. Heuer sind an zahlreichen Orten in den Gemeinden Trogen, Wald und Oberegg Grillen zu hören. Auch aus Herisau ist eine Erstmeldung von Grillen eingetroffen. Die Ursache derAusbreitung ist unbekannt (Foto Wikimedia).

Die Feldgrille war Tier des Jahres bei Pro Natura. Weitere Infos zur Feldgrille gibts bei pronatura.ch.

Es lohnt sich, genau hinzuhören und Beobachtungen von Grillen sofort zu melden: www.webfauna.ch.

Tagung Dialog Natur – Regionale Naturschutztagung

Samstag 3. März 2018 am Naturmuseum St.Gallen

Am 3. März fand am Naturmuseum St.Gallen die Tagung „Dialog Natur“ statt. Sie richtete sich an naturinteressierte Personen und bot eine Plattform für Information, Ideenaustausch zu regionalen Projekten und Initiativen für Naturkunde, Naturschutz und Umweltbildung. Aufgrund des grossen Interesses soll die Tagung in ähnlicher Form weitergeführt werden.

Kurzfassungen Referate

 

Der Lachs des Bodensees steigt auf

Der Aufstieg der Seeforelle zu ihren Laichplätzen ist jedes Jahr wieder ein besonderes Naturerlebnis. Sobald die Wetterbedingungen stimmen, steigt sie im Frühwinter wie der Lachs zur Fortpflanzung die Flüsse hoch.

Besonders an der Goldach und der Steinach lässt sich das Schauspiel gut beobachten. Wenn die Flüsse genügend Wasser führen, schwimmen die Fische gegen die Strömung in deren Oberläufe und überwinden dabei auch kleinere Wasserfälle und Steine.

Dass die Bodensee-Seeforellen heute wieder häufig bei ihrer eindrücklichen Laichwanderung beobachtet werden können, ist nicht selbstverständlich. In den 1960-er Jahren brach der Bestand regelrecht ein. In letzter Minute konnte sie gerettet werden. Die Internationale Bevollmächtigtenkonferenz für die Bodenseefischerei (IBKF) startete mit der „Arbeitsgruppe Wanderfische“ ein langfristiges Programm zur Arterhaltung. Heute ist sie zwar nicht mehr unmittelbar vom Aussterben bedroht, doch immer noch gefährdet. Die rückläufigen Fangzahlen zeigen, dass weiterhin Massnahmen nötig sind. Das 2017 von der IBKF verfasste Bewirtschaftungskonzept nennt die wichtigsten Förder- und Bewirtschaftungsmassnahmen.

Informationen zur Bodensee-Seeforelle gibt es auch auf der Homepage www.anjf.sg.ch. Der Bericht „Bewirtschaftungskonzept der IBKF für die Bodensee-Seeforelle“ ist auf www.ibkf.org als PDF erhältlich.

Hunde bitte an die Leine

Die Seeforellen müssen während des Aufstiegs auch Flachwasserzonen überwinden. Die sich im Wasser windenden Fische können in einem Hund den Jagdtrieb wecken, weiss Marcel Zottele, der als Fischereiaufseher für die Bodensee-Zuflüsse zuständig ist. Leider habe er schon beobachten müssen, wie frei laufende Hunde in wilder Hatz durchs flache Wasser den laichbereiten Fischen nachsprangen. Weil die Fische auch während der Aufwuchszeit bis März sehr anfällig für Störungen seien, bittet er Hundebesitzer und Spaziergänger während dieser Zeit um besondere Rücksichtnahme und Einhaltung der Schutzgebietsbestimmungen.

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für Fauna und Artenschutz

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