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Grosse Hufeisennase
(Rhinolophus ferrumequinum)

Merkmale

5–6 cm Kopfrumpflänge; ca. 37 cm Flügelspannweite; 18–24 g Normalgewicht; grösste europäische Hufeisennase; Rückenfell oft mit gelblichem oder rötlichem Überflug; Jungtiere sind wesentlicher grauer als Adulte; durch grossen «Sattel» auf der Nase leicht als Hufeisennase zu bestimmen.

Lebensweise und Lebensraum

Die Grosse Hufeisennase frisst vor allem Grossinsekten, wobei Käfer und Nachtfalter den wesentlichen Bestandteil ausmachen. Genügend Nahrung findet diese Fledermaus in Wäldern oder auf Wiesen.

In den Quartieren hängt sie meist frei in ihrer Flughaut eingehüllt an der Decke und ist so leicht ausfindig zu machen.

Verbreitung

Als wärmeliebende Art erreicht die Grosse Hufeisennase im Mittelmeerraum die höchsten Bestandesdichten. Nördlich der Alpen kann sie nur in besodners warmen Gegenden überleben. Ausserhalb Europas kommt sie von Nordafrika bis nach Japan vor.

Regionale Vorkommen

Fledermauskarte_Grosse HufeisennaseIn der Schweiz ist und war die Grosse Hufeisennase nie häufig. So gibt es auch aus der Ostschweiz lediglich drei Quartiernachweise aus dem Rheintal.

Status und Schutz

Vom Aussterben bedroht. Ohne europaweite Anstrengungen droht die Art nördlich der Alpen zu verschwinden. Grössere Quartierhöhlen müssen unter Schutz gestellt und Jagdgebiete wie Laubwälder und extensive Weideflächen gefördert werden.

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