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Regionale Biodiversitätsprojekte

Auswahl regionaler Projekte zur Sicherung und Aufwertung der Biodiversität. Hier können Projekte zur Biodiversitätsförderung präsentiert werden.

 

Aufwertung Egelsee Salez

Salez Egelsee hohe WasserstandAm Rand des Felssturzgebietes bei Salez liegt der Egelsee, ein weitgehend verlandeter, flacher Teich mit ausgedehnter Schilffläche. Der Egelsee ist ein Amphibienlaichgebiet von nationaler Bedeutung mit Reliktvorkommen von Gelbbauchunke und Kammmolch. Der Wasserstand im Gebiet hängt mit Niederschlägen und einem unterirdischen Zufluss aus dem Alpstein zusammen. Im vergangenen Winter hat Pro Natura als Grundbesitzerin an mehreren Stellen die Verlandung abgekratzt, um das Angebot an Amphibienlaichgewässern zu erweitern. Zusätzlich wurde der Gehölzbestand ausgelichtet.

Trockenmauern in Wartau

Trockenmauern haben in Wartau über 25 km Länge, doch nur ein Drittel davon gilt als intakt. Seit 2010 stellt die Politische Gemeinde Wartau zusammen mit interessierten Grundeigentümern defekte Trockenmauern instand. Bereits konnten 50 Mauern mit einer Fläche von 1’500 Quadratmetern saniert werden. Die Grundeigentümer übernehmen einen Selbstbehalt und garantieren den Bestand der Mauer während 30 Jahren. Die Gemeinde Wartau führt das Projekt noch bis 2016 weiter.

Rebberge Porta Romana Bad Ragaz

Porta Romana nennen sich die Rebterrassen auf dem Weg von Bad Ragaz nach Päfers. Pro Natura St.Gallen-Appenzell hat gemeinsam mit der Golf Natura Stiftung Bad Ragaz hier in einem mehrjährigen Projekt über 800 m2 Trockenmauern restauriert sowie Waldränder und Wiesen aufgewertet.
Weitere Informationen auf www.pronatura-sg.ch

 

Förderung Geburtshelferkröte in Wald / Trogen

Bei zwei benachbarten Reliktvorkommen von Geburtshelferkröten in Trogen und Wald AR wurden zusätzliche Laichgewässer erstellt. Insgesamt stehen neu drei kleine Weiher sowie drei Brunnen zur Verfügung. Das Projekt wurde im Auftag des Planungsamtes AR realisiert. (Foto M.Attenberger)

 

Hochmooraufwertung Gontenmoos

Das Gontenmoos ist ein bedeutendes Hochmoor in Appenzell Innerrhoden, das aber stark degradiert ist. In einem aufwändigen Projekt hat Pro Natura St.Gallen-Appenzell einen grosse Fläche umgestaltet und aufgestaut, sodass sich darauf wieder ein Hochmoor entwickeln kann. (Foto A.Zurbuchen)
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Reaktivierung Auentümpel an der Glatt

Oberhalb von Oberbüren (Nutzenbuech und Junkersrüti) wurden durch Pro Natura St.Gallen-Appenzell im Oktober an der Glatt in verlandeten Auen zahlreiche neue Wasserstellen erstellt. Die Massnahmen wurden im Rahmen des Amphibienförderprojektes Thur-Glatt realisiert. Damit ist die Hoffnung verbunden, dass Reliktvorkommen von Gelbbauchunken und Geburtshelferkröten im weitgehend natürlichen Lebensraum gefördert werden können.
Weitere Informationen zum Amphibienprojekt

 

Projektbericht Eindämmung von Schilf

Die Verschiffung von Streuewiesen ist ein Problem in zahlreichen Feuchtgebieten. In Oberriet hat der Verein Pro Riet Rheintal in einem Langzeitversuch die Wirkung eines Zusatzschnittes auf die Verschilfung untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass ein zusätzlicher Schnitt wesentlich zur Erhaltung artenreicher Vegetation beitragen kann.
Der Projektbericht als .pdf

 

Radio-Telemetrie Alpenlangohren

Alpenlangohr (Plecotus macrobullaris)Das Alpenlangohr wurde erst kürzlich als eigene Art beschrieben. Von der seltenen Art sind wenige Nachweise aus dem Rheintal bekannt. Mit einem regionalen Projekt soll abgeklärt werden, wo die Art jagt und wo sie ihre Quartiere bezieht. Dazu werden im Juni und Juli einzelne Tiere mit Sendern versehen und auf ihrer nächtlichen Jagd verfolgt. Geleitet wird das Projekt von René Güttinger, Nesslau, www.rgblick.ch

 

Rekultivierung Kiesgrube Niederbüren

Kiegrube Landguet Niederbüren rekultiviert; SchlussbegehungBei Niederbüren wurde jahrzehntelang Kies ausgebeutet. Dabei hat sich die Landschaftskammer ständig verändert und es sind vorübergehende Lebensräume entstanden. Das Gelände wurde auch Ersatzheimat für Laubfrösche, Gelbbauchunken und Geburtshelferkröten, die sonst weit herum vertrieben wurden. Insgesamt kommen hier 7 Amphibienarten vor. Es soll demnächst neu als Amphibienlaichgebiet von nationaler Bedeutung aufgenommen werden.
Jetzt ist der Abbau beendet und die Kraterlandschaft wurde in eine grüne Hügellandschaft umgestaltet. Als Naturschutzgebiet wurde ein Teil der Fläche mit mehreren Teichen übrig gelassen. Es wird interessant zu verfolgen, wie sich die Artenvielfalt im Gebiet entwickelt.

 

Aufwertung Dorfweiher Grub AR

P1020545Der Dorfweiher Grub AR ist eines der wenigen bedeutenden Amphibienlaichgewässer im Kanton Appenzell Ausserrhoden. Das Gelände ist auch ein wichtiger Treffpunkt für die Dorfbevölkerung. In einem umfassenden Projekt konnte im Herbst 2013 der Dorfweiher ausgebaggert und daneben ein neuer grosser Weiher angelegt werden. Der kleine Bach, der im angrenzenden Spielplatzgelände eingedolt war, konnte offen gelegt werden und dient nun als ökologisches Vernetzungselement wie auch als Erlebnisbereich für Kinder. Zusammen mit bevor stehenden Pflanzungen ergibt sich so ein Gewinn für die Dorfbevölkerung wie auch für die Artenvielfalt.

 

Amphibienförderprojekt Thur-Glatt

LaubfroschVon den 14 im Kanton St.Gallen vorkommenden Amphibienarten sind 6 stark gefährdet: Kammmolch, Teichmolch, Gelbbauchunke, Geburtshelferkröte, Kreuzkröte, Laubfrosch. Besonders kritisch ist die Situation im Einzugsgebiet der Thur. Mit einem regionalen Förderprojekt sollen bis 2020 die stark gefährdeten Amphibienarten in den Talräumen von Thur, Necker und Glatt vor dem Aussterben bewahrt und in räumlich vernetzten Vorkommen gesichert werden. Dazu müssen neue Laichgewässer angelegt werden, die auf die speziellen Anforderungen der Arten ausgelegt sind und zielgerichtet gepflegt werden.

Dieses Ziel verfolgt ein regionales Artenförderprojekt unter der Trägerschaft von Pro Natura St.Gallen-Appenzell, in dem 33 Fördermassnahmen vorgeschlagen und budgetiert wurden. Die Bauarbeiten sollen bis 2018 etappenweise realisiert werden. Es wird gesamthaft mit Baukosten von 1 Mio. Franken gerechnet. Rund die Hälfte der Kosten wird von Bund Kanton und Gemeinden übernommen. Der andere Teil muss über Drittmittel finanziert werden.

Erste Massnahmen wurden 2013 realisiert.  Im laufenden Jahr sollen weitere 10 Projekte realisiert werden. Weitere Informationen auf www.pronatura-sg.ch

 

Aktionsplan Alpenrheintal

Aesche_KuehnisUnter dem Namen «Aktionsplan Alpenrheintal» wurde 2004 ein Massnahmenprogramm zur Verbesserung der Gewässersituation im Rheintal gestartet. Der Plan umfasste drei Teilprojekte: Verbesserung des Lebensraumes, verstärkte Äschenförderung und den zeitlich befristeten Einsatz von Regenbogenforellen.

Der Aktionsplan Alpenrheintal war erfolgreich. Zwischen 2004 und 2011 gelang es dank dem grossen Engagement verschiedenster Akteure in 30 Projekten 16,5 Kilometer Fliessgewässerstrecke mit unterschiedlichen Massnahmen aufzuwerten. Dafür wurden mehrere Millionen Franken eingesetzt. Den Erfolg dieser Lebensraumaufwertungen zeigten Kontrollabfischungen am Werdenberger und Rheintaler Binnenkanal: Alle vorkommenden Fischarten waren nach den Massnahmen häufiger anzutreffen. Auch das Programm zur Förderung der Äsche setzte zahlreiche Massnahmen um. Die Resultate der genetischen Studien über die Struktur der Äschenpopulationen waren der Auftakt zu einer neuen Äschen-Bewirtschaftung. Einzig der Besatzversuch zur Förderung der Regenbogenforelle ist gescheitert.

Trotz des Erfolgs bleibt viel zu tun. Das Alpenrheintal ist weiterhin geprägt von monotonen und oft fischfeindlichen Fliessgewässern. Mit einer konstruktiven und fachübergreifenden Zusammenarbeit kann das gemeinsame Ziel erreicht werden: Die Fliessgewässer mit ihren Lebewesen und die lokale Fischerei zu fördern.

Weitere Informationen unter www.anjf.sg.ch

Schlussbericht 2004–2011 (PDF)

 

Thal-St.Margrethen: Endgestaltung Alter Rhein

Endgestaltung Alter RheinMit dem Staatsvertrag von 1892 verpflichtete sich die Schweiz gegenüber Österreich die Endgestaltung des Alten Rheins zu finanzieren. Dies, weil auf österreicher Seite beim Fussacher Durchstich mehr Unterhaltskilometer fielen, als auf schweizer Seite beim Diepoldsauer Durchstich. Bis zu einer Einigung dauerte es 100 Jahre. Das war ein Glücksfall, denn ursprünglich waren bei der Endgestaltung viel härtere Massnahmen vorgesehen. Von 2005–2013 wurde ein ökologisch verträgliches Projekt realisiert. Neben dem Ausbau der alten Rheinmündung wurden 12 Massnahmen auf der gesamten Strecke zwischen St.Margrethen und der Seemündung umgesetzt. Diese dienen der Verbesserung der Ökologie und der Verhinderung einer weiteren Ufererosion. Die umgestalteten Flächen wurden für die Pflege an die Gemeinden übergeben. Im Jahr 2015 findet eine umfassende Erfolgskontrolle statt.

www.rheinregulierung.org
www.alpenrhein.net

 

Gossau-Flawil: Renaturierung Glatt

Glatt Renaturierung Espel GossauIm Isenhammer zwischen Gossau und Flawil, wo die Glatt neben einem alten Stauweiher vorbei floss, wurde 2011 der Stauweiher aufgehoben und der Glatt ihr ursprüngliches Bachbett auf kurzer Strecke zurück gegeben. Nach mehreren Hochwasserereignissen, erinnert heute nichts mehr an die frühere Zeit.

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