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Lebensraum Wiese und Moor

Die Erhaltung von Artenvielfalt in der Kulturlandschaft ist eine nationale Verpflichtung die staatlich gefördert wird. Rheintaler Bauern pflegen heute bereits 14 Prozent der Landwirtschaftsfläche extensiv, meistens als düngerfreie Wiesen, Hecken oder Feuchtgebiete. Der Anteil der Ökoausgleichsflächen beträgt im Kanton St.Gallen heute 9,8 % der landwirtschaftlichen Nutzfläche. Damit sensible Tiere und Pflanzen überleben können, sind diese Ökoflächen noch besser unter einander zu vernetzen und aufzuwerten.

Der Verlust von Artenvielfalt konnte trotz kostspieliger Bemühungen bisher nicht gestoppt werden. Verbesserungen sind nur punktuell, etwa in Regionen optimal vernetzten Ökoausgleichsflächen und nur bei wenigen Arten zu verzeichnen.

Seit 1850 sind in der Schweiz mehr als 90 Prozent der Moore verloren gegangen. Moore und Riedlandschaften stehen daher unter strengem Schutz. Trotzdem hat die Zahl der Pflanzen- und Insektenarten in solchen Gebieten in den vergangenen 20 Jahren abgenommen.

Verlust von Moorflächen in der Schweiz 1900–2010

Region Moorflächen um 1900 (ha) Moorflächen heute (ha) Verlust 1900–2010 (%)
Jura 1594 253 84
Mittelland 16883 2623 84
Alpennordflanke 7147 1734 76
Westliche Zentralalpen 510 4 99
Östliche Zentralalpen 334 60 82
Alpensüdflanke 136 11 91
Total 26604 4684 82

Quelle: «Wandel der Biodiversität in der Schweiz», Hauptverlag 2010

Oft ist der Wasserhaushalt gestört oder es gelangen Nährstoffe ins Moor. Sensible Arten werden dadurch verdrängt. Schutzgebiete brauchen sorgfältige Pflege und Überwachung. Das ist nicht überall der Fall. Zum Beispiel sind viele Entwässerungskanäle noch immer intakt. Für das natürliche Gleichgewicht in einem Feuchtgebiet, muss sich der Wasserhaushalt in einem optimalen Zustand befinden. Die Erhaltung der Pflanzenvielfalt verlangt Sachkenntnis und Motivation.

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