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Lebensraum Gewässer

Über 3000 Tierarten leben in Flüssen und Seen; das sind etwa 8 Prozent aller einheimischen Tierarten. Eine grosse Artenvielfalt findet sich in Tümpeln, Weihern und Rinnsalen. Stark spezialisierte Arten leben in Quellen und im Grundwasser. Auenlandschaften sind wichtige Zentren der Artenvielfalt. Im Kanton St.Gallen gibt es sechs schützenswerte Flussauen von nationaler Bedeutung. Natürliche Fluss- und Bachläufe haben Rückhalteräume und schützen so vor Hochwasser. Eingedolte und kanalisierte Gewässer verlieren diese Eigenschaft. Zudem fehlt ihnen die Kraft der Selbstreinigung – es gehen Arten verloren.

Unsere Vorfahren haben in der Schweiz mit grossem Aufwand tausende Kilometer Bäche und Flüsse kanalisiert und zugedeckt. Sie haben damit Land gewonnen und Hochwasser eingedämmt. Solche Eingriffe sind in den Ebenen des Rheintales und der Linthebene besonders ausgeprägt.

Flüsse und Bäche können ihre Aufgaben als Lebensraum nur erfüllen, wenn die Gewässerqualität gut ist und die Strukturen naturnah sind. Je abwechslungsreicher und vielfältiger ein Gewässer und seine unmittelbare Umgebung sind, desto wertvoller ist der Lebensraum für Fische, Vögel, Kleintiere und Pflanzen.

Zahlreiche Gewässer in der Schweiz werden mit einem standardisierten Verfahren des Bundesamts für Umwelt nach solchen ökologischen Gesichtspunkten beurteilt. Im Kanton St.Gallen gibt es keine flächendeckende Erhebung. Sie wurde aus Kostengründen zurückgestellt.

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